Ein Fremder in der Nacht

Sitze in der Nacht

Genieße die Ruhe

Beobachte die Vampire

Lausche in die Dunkelheit

Verwundert über das leise Flüstern der Bäume

Ein Raunen weht durch die Lüfte

Es kündet von der Ankunft eines Reisenden

Ein Fremder

Woher kommt er?

Wer ist er?

Und…wer bin ich?

Gehe zur Eiche, um ihn willkommen zu heißen

Eine Umarmung, ein freundliches Wort

Wie unter guten Freunden nach einer langen Zeit der Abwesenheit

Wir kennen uns

Er füllt die Lücke in mir

Die Lücke von der ich dachte, sie mit jemand Fremden füllen zu können…

…oder gar zu müssen

Ich habe mich geirrt…

Wir reichen uns die Hände…

…und beginnen zu Tanzen…

…schneller und schneller…

Wir sind Eins

Wer sind wir?

Wir sind uns nicht sicher…

Doch ergänzen wir uns perfekt

Wir waren schon immer zusammen

Gemeinsam

Eins

Trennten uns

Unbeabsichtigt

Und waren lange Zeit allein

Wir drehen uns immer schneller

Und verschmelzen zu einer einzigen Energiequelle

Dringen ein in die Eiche

Hauchen ihr neues Leben ein

Sie treibt neues Grün

Aus ihren Astspitzen stieben kleine Funken, welche zu Sternen am Firmament werden

Sie erhellen die Nacht

Und werden letztendlich selbst zum Tagesanbruch

Der Baum ist erwacht aus seinem Schlaf

Er steht, stark wie nie, in der Mitte des Feldes

Strahlt

Majestätisch wie nie zuvor

Dieser Beitrag wurde unter Gedanken und Gedichte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>